Full Site Editing – oder warum einfach wenn es auch schwer geht

Bild: (c) Horst Scheuer
Bild: (c) Horst Scheuer

Ich frage mich noch immer. Warum haben die WordPress-Macher mit diesem scheiß Full Site Editing angefangen? Die alten Themen waren eigentlich perfekt. Und zum Basteln gab es auch etwas. Jetzt ist man auf die Idee gekommen alle Bereiche eines Themes über das WordPress-Backend anpassen zu können. Herausgekommen sind eben diese FSE-Themen.

Lange habe ich mich gegen diese neue Technik gewehrt. Jetzt wage ich doch einen Versuch. Der Grund dafür ist das neue Theme von Rich Tabor. Wabi ist genau das was mir gefällt. Es kann „Blog“, ist einspaltig und schlicht. Für meinen Test muss meine eu-Domain her­halten. Eine, für mich wichtige Erkenntnis gleich vorweg. Wer bei FSE-Themen denkt ein Child-Theme sei überflüssig der täuscht sich. Ich habe hier als erstes ein Child-Theme von Wabi angelegt. Dazu reicht schon eine leere styles.css. Was soll ich euch sagen? Ich hatte recht. Die ersten Änderungen sind schon drin. Man kann eben doch nicht alles mit FSE machen!!

Wie fängt man an?

Ja, aller Anfang ist schwer! Auch beim anpassen eines Block-Themes. Startet man den Editor, wird die komplette Website geladen. Alle Bereiche dieser Seite wie Header, Inhalt und Footer sind editierbar. Meine Empfehlung: Lasst es! Fasst diese Seite am Anfang nicht an. Verschafft euch erst einen Überblick über die vorhandenen Templates und Template-teilen. Die erreicht man über den dicken „W-Button“ oben links. Hat man die richtigen Templates gefunden und angepasst, kann man seine Seite zusammenbasteln.

größtes Problem: Die Navigation

Vielleicht bin ich auch zu doof dazu. Aber ich habe mit den Menüs die größten Probleme. Ein eigenes Menü um solche Navigation zu erstellen gibt es nur im Ansatz. Über den Link edit.php?post_type=wp_navigation erreicht man tatsächlich alle Menüs in einer Übersicht. Ändern kann man aber nur die Bezeichnung und sonst nix. Menüpunkte hinzufügen oder ändern kann man nur „online“ im Template und das nur unter größten Schwierigkeiten. Für dieses einfache „Home“ habe ich viele Anläufe gebraucht. Aus meiner Sicht besteht da noch sehr viel Vierbesserungsbedarf.

Ein Child-Theme ist doch nötig

Ich hatte es ja schon angedeutet. Ich nutze hier ein Child-Theme. Bis vor kurzem wusste ich gar nicht dass das hier geht. Erst der Artikel bei den Internetkursen Köln hat mich drauf aufmerksam gemacht. Eigentlich habe ich dieses Child-Theme nur angelegt weil es geht. In der Zwischenzeit sind schon einige Änderungen drin. So habe ich die Inhaltsspalte breiter gemacht und in einigen Fällen den Unterstrich bei „gehoverten Links“ entfernt. Außerdem brauche ich auch eine eigene functions.php für meine vielen zusätzlichen Snippets.

So, und jetzt bin ich fertig! Es hat mich zwar mehrere Stunden gekostet, aber zum Schluss ist doch das was ihr hier seht herausgekommen. Es ist nicht schlecht, aber mit einem klassischen Theme wäre es einfacher gewesen.

7 Kommentare

  1. Uff, wenn das alles so einfach wäre… Ich habe mich im 20-22 irgendwie verheddert, bekomme an zwei Stellen die Schriftart bzw. die Schriftgröße nicht geändert wie gewünscht. Ich finde im Template-Editor die betreffenden Elemente einfach nicht.

    Habe erstmal zurückgeschaltet auf mein voriges 20-21. Vielleicht schaue ich mir mal das ‚Wabi‘ an…

    Wenn man eine functions.php braucht oder Anpassungen in der theme.json vornehmen will, braucht man wohl schon ein Child-Theme. Mindestens deswegen, damit beim Upgrade auf eine neue Themeversion die eigenen Änderungen nicht überschrieben werden.

  2. @Boris: wundert mich nicht dass du sowas nicht findest. Das ist alles noch undurchsichtig und unfertig. Eigentlich wollte ich das Menü erweitern. Ich getraut mich aber nicht.

  3. Immerhin kann man bei den Templates der FSE-Themes per Knopfdruck wieder auf den ursprünglichen Ausgangszustand zurückschalten, so dass man nicht allzuviel kaputt machen kann.

    Aber immerhin schätze ich die Problematik als so wichtig ein, dass ich eben gerade selbst einen kleinen Artikel dazu schreiben musste…

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