Ich bin heute auf einen Artikel bei WinFuture gestoßen, da wird behauptet, dass nach dem Update auf Google Chrome 150 kein Adblocker mehr funktioniert. Ab der Version 151 würde das Manifest V2 abgeschaltet. Okay, dass diese Manifest V2 abgeschaltet wird, mag richtig sein. Aber Adblocker werden auch in Chrome 150 und später funktionieren.
Das alles hat bereits 2019 angefangen. Die Chrome-Macher basteln seither an der „declarativeNetRequest API“. Diese soll die alte webRequest API“ ersetzen. Es ist so, dass die alte Schnittstelle „webRequest API“ es erlaubt, Netzwerkanfragen zu unterbrechen und entsprechend zu blockieren, zu modifizieren oder umzuleiten. Ersetzt wird diese Schnittstelle durch die neue „declarativeNetRequest API“. Bei dieser API kann Chrome selbst die Netzwerkanfragen einsehen und entscheiden, wie mit ihnen verfahren wird.
Das bedeutet natürlich, dass durch dieses neue Manifest V3 Adblocker nicht mehr so funktionieren wie vorher. Chrome-Nutzer haben es bestimmt gemerkt. Bereits im August 2024 hat der Browser darauf hingewiesen, dass der Adblocker uBlock Origin bald nicht mehr unterstützt wird. Anscheinend, so kann man bei Winfuture lesen, konnte man durch bestimmte Startparameter und versteckte Einstellungen Chrome dazu bewegen diesen Adblocker weiterhin zu akzeptieren. Das fällt jetzt weg. Die Behauptung, die man zwischen den Zeilen lesen kann, dass es nun keinen Adblocker mehr gibt, stimmt nicht.
Schon seit mehreren Jahren bietet Raimond Hill (der Macher von uBlock Origin) einen Werbeblocker an, der mit diesem Manifest V3 zurechtkommt. Diese Erweiterung heißt uBlock Origin Lite. Ich selbst habe schon länger im Gebrauch. Der funktioniert fehlerfrei.
